Wir freuen uns riesig: Zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, dem Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT in Oldenburg und dem Johanniter-Krankenhaus Stendal starten wir in ein neues Forschungsprojekt! Im Rahmen des Projektes „Communication support through AI to increase the participation in aphasia“, kurz CAPA, soll eine intelligente Kommunikationshilfe für Menschen mit Aphasie entwickelt werden. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) über die nächsten drei Jahre.
„Wir freuen uns sehr über den Start des Projekts CAPA und ganz besonders über die enge Zusammenarbeit mit unseren starken Partnern. Die Verbindung von technologischer Exzellenz, klinischer Expertise und anwendungsnaher Forschung schafft ideale Voraussetzungen, um eine alltagstaugliche und intelligente Kommunikationshilfe für Menschen mit Aphasie zu entwickeln. Gemeinsam wollen wir dazu beitragen, Teilhabe und Lebensqualität von Menschen mit Aphasie nachhaltig zu verbessern.“
Dr. Theresa Schölderle, Leitung Forschungsprojekt CAPA (Limedix GmbH)
Bei Limedix arbeiten Projektleiterin Dr. Theresa Schölderle und Lena Werner (wissenschaftliche Mitarbeiterin) mit Betroffenen, Angehörigen und Therapeut:innen sowie das IT-Team an dem Projekt.
Die Idee von CAPA
Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Erprobung einer intelligenten, mobilen Kommunikationshilfe für Menschen mit Aphasie, um die Kommunikation mit anderen Personen (Familie, Freunde, Pflege etc.) zu erleichtern. Die App soll Betroffenen die Möglichkeit geben, in Alltagssituationen sich und ihre Bedürfnisse mitzuteilen sowie das Verstehen von Sprache unterstützen. CAPA soll Menschen mit Aphasie ein selbstständigeres und aktiveres Leben ermöglichen und so die Lebensqualität steigern.
Aktuell stehen Menschen mit Aphasie zwar vielfältige nicht-elektronische (z.B. Symboltafeln) und elektronische Kommunikationshilfen (z.B. Talker mit Sprachausgabe) zur Verfügung, jedoch sind viele dieser Lösungen wenig flexibel, kaum individualisierbar und unterstützen überwiegend die Sprachproduktion, während das Sprachverstehen häufig unberücksichtigt bleibt.
Was macht CAPA einzigartig?
Das Besondere an CAPA ist die erstmalige Nutzung moderner KI-Systeme in einer Kommunikationshilfe für Menschen mit Aphasie. Mit Systemen zur Spracherkennung und Antwortgenerierung werden sowohl das Verstehen als auch das aktive Sprechen unterstützt. Dabei soll die Kommunikation über verschiedene Modalitäten (Schrift, Bild, Symbole) stattfinden. Abhängig vom individuellen Unterstützungsbedarf der betroffenen Person werden gezielte Anpassungen vorgenommen und durch die Berücksichtigung von Kontext, sprachlichen Fähigkeiten und Nutzungseigenschaften werden die Inhalte passgenau zugeschnitten. Mithilfe Künstlicher Intelligenz lernt das System kontinuierlich dazu und passt sich zunehmend präzise an die sprachlichen Fähigkeiten und Bedürfnisse der nutzenden Person an.
Möglichkeiten und Grenzen von KI
Die Forschung zum Einsatz moderner KI-Systeme bei Aphasie steht noch am Anfang, weshalb im Projekt CAPA die Möglichkeiten und Grenzen einer KI-gestützten Kommunikationshilfe systematisch untersucht werden. Dabei werden gemeinsam mit dem Fraunhofer IPA sowie dem Fraunhofer IDMT zentrale technologische Fragestellungen adressiert und ein Prototyp entwickelt. Zudem wird ein Beitrag zur aktuellen Debatte in der Aphasieforschung geleistet.
Förderer und Partner
Das CAPA-Forschungsprojekt ist eine Zusammenarbeit zwischen der Limedix GmbH, dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, dem Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT in Oldenburg und dem Johanniter-Krankenhaus Stendal.
Das Projekt wird im Rahmenprogramm „Gesundheitsforschung“ vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert und durch das VDI Technologiezentrum unterstützt (Förderkennzeichen: 13GW0797A).
Weitere Informationen finden auf unserer Studien-Webseite.