Das ASA-KI Forschungsprojekt

Automatische Spracherkennung bei Aphasie

Mit unserer Aphasie-App können alle sprachlichen Bereiche auf individuellem Leistungsniveau und nach persönlichen Interessen geübt werden. Allerdings ist bei der Übung des mündlichen Benennens bisher noch keine automatische Rückmeldung darüber möglich, ob ein Wort richtig oder falsch produziert wurde.

Die automatische Spracherkennung wurde in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt, was vor allem Artificial Neural Networks und Deep Learning auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz zu verdanken ist. Sie sind Voraussetzung für ein valides, automatisch generiertes Feedback.

Neue digitale Entwicklungen inspirieren uns stets bei der Verbesserung unserer Apps und wir sehen ein großes Potential in einem automatischen Feedback während der Benennübung für unsere Aphasie-App.

Ziel der Studie

Dennoch stößt die automatische Spracherkennung immer noch an ihre Grenzen, wenn es um atypische Aussprache geht, die von der Norm abweicht, wie z.B. bei Aphasie. Vor allem die Heterogenität und Unvorhersagbarkeit der Fehlerproduktion stellt eine besonders große Herausforderung für die automatische Spracherkennung dar.

Um diese Herausforderung zu meistern, führen wir gemeinsam mit der Universität Erlangen-Nürnberg das ASA-KI Forschungsprojekt durch. Wir möchten gemeinsam mit einem interdisziplinären Team von Therapeuten, Phonetikern, Informatikern und KI-Experten eine Spracherkennungs- und Feedbackfunktion entwickeln, die auf die Sprache von Patienten mit Aphasie optimal ausgerichtet ist. Eine erfolgreiche Entwicklung würde die Trainingsmöglichkeiten für Patienten zuhause und somit voraussichtlich den Therapieerfolg deutlich verbessern.

Hinweis: Die Patientenrekrutierung ist mittlerweile abgeschlossen, es können leider keine weiteren Teilnehmer aufgenommen werden.

Förderer und Partner:

Die Studie wird finanziert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und wurde von der dbs-Ethikkommission zustimmend bewertet (Förderkennzeichen: 16SV8468).

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Aphasie-App im Innovationsfondsprojekt

Eigentraining für Aphasie-Patienten

Patienten, die nach einer Hirnschädigung an einer Aphasie leiden, bedürfen einer engmaschigen Betreuung und möglichst hochfrequenten logopädischen Behandlung. Im Rahmen des Innovationsfondprojektes „IKK IVP – Innovation Versorgungspartner Patient“ werden Patienten mit Aphasie mit der neolexon Aphasie-App ausgestattet und üben begleitend zur Präsenztherapie beim Logopäden zusätzlich zuhause. Das Eigentraining wird durch den behandelnden Logopäden individuell an die Bedürfnisse des Patienten angepasst. Dem Patienten steht es frei, wie häufig und wie lang er mit der App übt. 

Ziel der Studie

Nach der Nutzung der neolexon Aphasie-App im Rahmen des IKK IVP Projektes wird eine Zufriedenheitsbefragung mit den teilnehmenden Aphasie-Patienten und Logopäden durchgeführt.

Es soll evaluiert werden, inwieweit Patienten mit der Handhabung der neolexon Aphasie-App zurecht kommen und wie die Sprachtherapeuten den Einsatz der App bewerten.

Wissenschaftlicher Hintergrund der Apps

Wenn Sie mehr zum wissenschaftlichen Hintergrund unsere Apps erfahren möchten und zugrundeliegende Literatur sowie eigene Fachbeiträge einsehen möchten, besuchen Sie unsere Seiten zum wissenschaftlichen Hintergrund der Aphasie-App und der Artikulations-App.